CRP, D-Dimer und andere „beängstigende“ Befunde: was sie wirklich bedeuten
Wenige Dinge bereiten mehr Sorgen als der Blick auf einen Befund mit einem Pfeil nach oben neben einer unbekannten Abkürzung. Die zwei häufigsten „beängstigenden“ Befunde sind CRP und D-Dimer. Klären wir also, was sie tatsächlich bedeuten.
CRP (C-reaktives Protein)
Der wichtigste Entzündungsmarker im Körper. Ist er erhöht, deutet das meist darauf hin, dass der Körper gegen eine bakterielle oder virale Infektion kämpft, und hilft dem Arzt einzuschätzen, ob ein Antibiotikum notwendig ist oder nicht. Der Normalwert von CRP liegt bis zu 5 mg/L; alles darüber ist ein Zeichen dafür, dass der Körper auf eine Entzündung oder Infektion reagiert. Ein erhöhter CRP-Wert allein sagt nicht aus, was die Ursache der Entzündung ist. Das wird zusammen mit den übrigen Befunden und dem klinischen Bild festgestellt.
D-Dimer
Ein Test, der in der Diagnostik von Thrombosen und Gerinnungsstörungen verwendet wird. Hier ist es wichtig, einen häufigen Irrtum klarzustellen: ein erhöhter D-Dimer-Wert bedeutet nicht automatisch, dass eine Thrombose vorliegt. Diese Analyse kann sehr nützlich sein, ihr Ergebnis wird aber immer zusammen mit den Symptomen und dem klinischen Bild des Patienten interpretiert, niemals isoliert.
Warum das wichtig ist
Weil ein Laborbefund ein diagnostisches Werkzeug ist und keine Diagnose an sich. Unsere Aufgabe ist es, Ihnen ein schnelles, genaues und zuverlässiges Ergebnis zu liefern. Die Interpretation dieses Ergebnisses im Kontext Ihrer Gesundheit sollte immer Ihrem Arzt überlassen werden.
Wenn Ihnen ein Befund beunruhigend erscheint, ziehen Sie keine eigenen Schlüsse, sondern vereinbaren Sie ein Gespräch mit einem Arzt, der das Ergebnis im Gesamtbild betrachtet.
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